Qualität und Wirkung

Umweltbildung mit Wirkung

Organisationen, die in der Umweltbildung tätig sind, ist wirkungsvolle Umweltbildung ein grosses Anliegen, ebenso ihr Engagement für abwechslungsreiche und anschauliche Angebote. Der Wunsch, etwas bei den Teilnehmenden der Umweltbildungsangebote zu bewirken, ist gross. Eine wirkungsorientierte Planung ist anspruchsvoll und gleichzeitig Ausdruck einer professionellen Haltung. Sie hilft, dem Erwünschten aus eigener Kraft näher zu kommen. Diese Website bietet eine Auswahl an Unterstützungsangeboten in Form von Arbeitshilfen, Broschüren und Links zu weiterführenden Angeboten.

Die ausgewählten Good Practice-Beispiele geben einen Einblick, wie Umweltbildungsorganisationen ihr Angebot auf Wirkung ausgerichtet haben. Im Glossar werden die häufig verwendeten Begriffe und deren Bedeutung erläutert.

Diese Seite ist im Rahmen des 2. Collaboration Lab der Fachkonferenz Umweltbildung «Gemeinsam zu mehr Wirkung» vom 16. Januar 2020 entstanden. Die Veranstaltungsreihe «Collaboration Lab» hatte zum Ziel, den Diskurs zum Thema «Qualität und Wirkung» sowie die Vernetzung unter den Akteuren der Umweltbildung und BNE zu fördern. Hinweise zu weiteren Hilfestellungen rund um «Qualität und Wirkung» wie Good Practice-Beispiele, Tools oder Beratungsangebote sind willkommen!

Bedeutung

Organisationen wollen mit ihrer Arbeit und ihren Projekten möglichst viel Positives für ihre Zielgruppen, die Gesellschaft und die Umwelt erreichen. Nachweise über den Nutzen und die Wirkung der von ihnen unterstützen Projekte fordern vermehrt auch die Geldgebenden. Positive Wirkung ist jedoch nicht einfach da und passiert auch nicht zufällig. Sie ist das Ergebnis einer systematischen, wirkungsorientierten Projektplanung, in welcher die Projektumsetzung «vom Ende her» gedacht wird: Ausgehend von konkreten Wirkungszielen, die erreicht werden sollen, werden die Massnahmen und Methoden zielgerichtet und effektiv ausgewählt.
Dieses «Vom Ende her»-Denken ist in erster Linie eine Haltung. Wirkungsorientierung bringt den grössten Nutzen, wenn sie durch die Motivation und den Drang ausgelöst ist, sich und seine Projekte verbessern zu können. Wirkungsorientierung ist damit ein Aspekt der gesamten Organisationskultur. Nicht nur die einzelnen Projekte oder Angebote stehen im Fokus der Wirkungsorientierung, sondern die Arbeit und das Team als Ganzes. Wirkungsorientierung ist somit auch ein «Lerngefäss» für eine Organisation, ihre Etablierung ein Bestandteil der Organisationsentwicklung.
Die FUB begrüsst und teilt das Anliegen der Wirkungsorientierung. Umweltbildung muss Wirkung erzeugen. In ihrem Grundlagenpapier hält sie Positionen und konzeptionelle Grundlagen fest, die als Basis zur Verstärkung der Wirkung von Umweltbildungsangeboten dienen und die Qualitätsentwicklungsprozesse bei Umweltbildungsanbietenden unterstützen.

 

Unterstützung

Die Anwendung von Wirkungsorientierung auf eigene Projekte kann Fragen aufwerfen. Die folgenden Arbeitshilfen und Unterstützungsangebote helfen, Antworten darauf zu finden.

Tools und Arbeitshilfen

Projekte mit Wirkung

Der 2019 veröffentlichte interaktive Online-Leitfaden «Projekte mit Wirkung» der Stiftung Mercator Schweiz zeigt auf, wie wirkungsorientierte Arbeit Schritt für Schritt geplant und umgesetzt werden kann. Nach einer kurzen Einführung zum Stellenwert von Wirkungsorientierung und in die Begrifflichkeiten wird die Methodik an Beispielen veranschaulicht. Der Leitfaden führt anhand des IOOI-Modells durch die zentralen Fragen der Wirkungsorientierung: Was ist unsere Vision, zu der wir beitragen wollen? (Impact) Welche konkreten Veränderungen wollen wir mit unserem Projekt erreichen? (Outcome) Was müssen wir tun, um die Outcome-Ziele zu erreichen? (Output) Welche Ressourcen benötigt unser Projekt? (Input) Der Leitfaden bietet zudem ein interaktives Tool, in welchem eine Wirkungslogik für das eigene Projekt erarbeitet und heruntergeladen werden kann.

Umweltbildung mit Wirkung

Die Arbeitshilfe «Umweltbildung mit Wirkung», 2017 von der ZHAW und anders kompetent GmbH veröffentlicht, bietet Unterstützung, um ein Bildungsangebot wirkungsorientiert zu konzipieren. Sie zeigt exemplarisch auf, wie ein Kurs wirkungslogisch aufgebaut wird, welche entsprechenden Methoden benötigt werden und wie sich die Wirkung im Rahmen einer Evaluation schlussendlich messen lässt. Das Vorgehen wird Schritt für Schritt an einem konkreten Beispiel (Kurs «Naturnahe Gartengestaltung) aufgezeigt und erklärt.

Kursbuch Wirkung

Das Kursbuch Wirkung von Phineo bietet einen niederschwelligen Einstieg ins Thema «Wirkung». Es liegt seit 2016 auch in Englisch und seit 2018 in einer «Schweizer Edition» vor. Die praxisnahen und alltagstauglichen Instrumente, Tipps und Beispiele helfen, «Wirkungsorientierung» in den Projektalltag als festen Bestandteil zu integrieren. Die Autorinnen zeigen an einem fiktiven Beispiel (Projekt gegen Jugendarbeitslosigkeit) auf, wie ein Projekt wirkungsorientiert geplant, umgesetzt und schliesslich die Wirkung analysiert werden kann.
Das Kursbuch richtet sich insbesondere an (kleinere) Organisationen, die sich bisher erst wenig mit dem Thema «Wirkung» befasst haben. Ein wichtiges Ziel der Autorinnen ist deshalb, aufzuzeigen, dass es auch für Organisationen mit wenig Ressourcen möglich ist, ihre Arbeit wirkungsorientiert zu planen und zu überprüfen.

Wirkung lernen

Phineo bietet mit dem «SKala-CAMPUS» zusätzlich zum Kursbuch auch interaktive Kurse, Workshops und Webinare rund um die Themen Wirkungsorientierung, Projektplanung und Wirkungsmessung an. Interessierte können Schritt für Schritt lernen, ihre Projekte wirkungsvoller zu gestalten.

Qualität und Wirkung von Lernmedienentwicklung in der Umweltbildung

Die Arbeitshilfe «Qualität und Wirkung von Lernmedienentwicklung in der Umweltbildung» wurde 2019 von der FUB für das FUB-Collaboration LAB 2019 verfasst. Es ist ein Hilfsmittel für die Entwicklung von wirkungsvollen Lernmedien. Die Arbeitshilfe dient als Anregung für die Auseinandersetzung mit Fragen der Wirkung und Qualitätssicherung. Sie bietet eine Auswahl an möglichen Fragen, Instrumenten und Hilfestellungen, um den individuellen Arbeitsprozess zu initiieren und zu unterstützen. Der Prozess stützt sich dabei auf die Methode des «Design Thinking». Diese Methode hilft, die ganzheitliche Sicht auf das Vorhaben nicht zu verlieren und den Blick auf den Impact zu fokussieren.
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Planung und Durchführung von Wirkungsevaluationen

Eine weitere Hilfe bietet der vom Bundesamt für Umwelt BAFU 2025 veröffentlichte Leitfaden «Planung und Durchführung von Wirkungsevaluationen». Darin erklären die Autor*innen der ZHAW und anders kompetent GmbH, wie Projektziele messbar formuliert werden können, wie sich Indikatoren bestimmen lassen, um die Erreichung der Outcomes zu erfassen, und welche Methoden sich zur Überprüfung eignen.

Beratung und Coaching

Grundlagen-Workshop «Projekt mit Wirkung»

Die Stiftung Mercator Schweiz bietet zusammen mit der Beisheim Stiftung für Antragstellende und Interessierte regelmässig Workshops an, in denen neben Theorie und Fallbeispielen die Arbeit am eigenen Projekt im Zentrum steht. Die Kurse stützen sich auf den Online-Leitfaden der Stiftung. Die Grundlagen-Workshops stehen Interessierten offen. Die Kursdaten sind auf der Webseite publiziert. Anmeldungen sind über die Stiftung Mercator Schweiz möglich.

Coaching

Verschiedene Organisationen bieten projekt- und organisationsbegleitende Coachings an. Meist sind diese jedoch kostenpflichtig. Spezialisiert auf Umweltbildungsprojekte sind die anders kompetent GmbH und die Forschungsgruppe Nachhaltigkeitskommunikation und Umweltbildung der ZHAW

Peer-to-peer- Coaching

Kollegiale Beratung ist auch über Organisationsgrenzen hinaus eine bewährte Methode, um zu neuen Lösungen und Antworten in Bezug auf Wirkungsorientierung zu kommen. Empfehlenswert ist dabei, zu Beginn die Erwartungen und Rahmenbedingungen des Peer-to-peer-Coachings gemeinsam zu definieren.

Good Practice

Wie sind andere Umweltbildungsorganisationen bei der Wirkungsorientierung vorgegangen? Was waren konkrete Herausforderungen und wie sind sie diesen begegnet?
Antworten auf diese Fragen ergeben sich aus den folgenden konkreten Beispielen.

Verein Grünwerk

Der Verein Grünwerk arbeitet vor allem im Bereich der Biodiversitätsförderung und -erhaltung. Für Kinder und Jugendliche in der Primarschule oder in der Freizeit werden unter dem Titel «Naturdetektive» verschiedene Natur- und Erlebnistage angeboten.
In den Jahren 2016 und 2017 erarbeitete der Verein Grünwerk ein didaktisches Konzept, um die bestehenden Bildungsangebote wirkungs- und handlungsorientierter zu gestalten. Die neu entwickelten Angebote wurden mit drei Schulklassen getestet, evaluiert und im Anschluss überarbeitet.
2024 zog der Verein nach 6 Jahren eine erste Bilanz zur Wirkungsmessung.

→ Gespräch mit Beatrix Winistörfer, ehemalige Bereichsleiterin Umweltbildung Verein Grünwerk

Acker Schweiz

Acker Schweiz verfolgt das Ziel, mehr Wissen über Naturzusammenhänge, Lebensmittelproduktion und Landwirtschaft zu verbreiten sowie eine gesunde Ernährungsweise und nachhaltigen Konsum zu fördern.
Acker Schweiz hat 2018 zum ersten Mal eine Wirkungsanalyse durchgeführt. Seither wurden 6 Wirkungsberichte publiziert. Darin werden jeweils anhand des iooi-Wirkungsmodells die konkreten Impact- und Outcome-Ziele sowie der Input und Output der Bildungsarbeit beschrieben. Die Berichte geben auch einen Einblick, wie bei der Evaluation methodisch vorgegangen wurde, und welche Resultate dabei sichtbar wurden. Konzeptionelle Gedanken zur wirkungsorientierten Arbeit der Organisation sind im ergänzenden «Methodenpapier» zusammengefasst.
Wirkungsaktivitäten Acker Schweiz

→ Gespräch mit Gina Spescha, Wirkungsmessung & Projekte, Acker Schweiz

Qualität - Zufriedenheit mit dem Angebot oder nachhaltige Wirkung?

Für Umweltbildungsorganisationen sind Qualitätsmassnahmen bedeutsam. Sie haben etwas zu tun mit Ansprüchen, die in Bezug auf das Resultat einer Veranstaltung oder eines Projekts bestehen. Oftmals beziehen sich die Erwartungen allerdings in erster Linie auf die Zufriedenheit der Teilnehmenden mit dem Angebot, mit der Durchführung und den Ergebnissen. Damit ist ausschliesslich die Output-Qualität angesprochen. Bezüglich der nachhaltigen Wirkung besteht hingegen oftmals Skepsis. Diesen Qualitätsaspekt zu erheben, wirft Fragen auf und macht Qualitätsmassnahmen anspruchsvoller. Die Outcome-Qualität ist jedoch genau die Ebene, die im Zusammenhang mit Wirkungsorientierung interessiert: Damit sind Lernerfolg, Kompetenzaufbau und Transfer gemeint, also die Möglichkeit, das Gelernte in künftigen Situationen anzuwenden. Aus diesem Grund kann Zufriedenheit mit dem Angebot allein nicht als Kriterium für die Qualität von Umweltbildungsangeboten genügen.

Qualitätserhebungen, die Aussagen zum nachhaltigen Erfolg erlauben, überprüfen die Qualität und Wirkung der Lern- und Lehrprozesse. Realistische Evaluationsmassnahmen für deren Überprüfung stehen im Rahmen von zahlreichen Reflexionsmethoden zur Verfügung.

 

Glossar

Das Thema «Wirkung» ist von Begriffen geprägt, die je nach Kontext unterschiedlich, teilweise auch synonym verwendet werden. Das folgende Glossar soll ein gemeinsames Verständnis der wichtigsten Begriffe und somit auch einen erleichterten Austausch unter den Umweltbildungsorganisationen zum Thema Wirkung ermöglichen.

Bedarfsanalyse

Aus den Erkenntnissen der Bedarfsanalyse leiten sich die Anforderungen an ein Projekt ab. Es soll festgestellt werden, was die Zielgruppen benötigen und wie deren Bedürfnisse bzw. deren Bedarf erfüllt werden können. Eine Bedarfsanalyse wird vor der Entwicklung oder vor einer Überarbeitung eines Projekts durchgeführt. Die Bedarfsanalyse nimmt die gegebenen gesellschaftlichen Herausforderungen in den Blick, die konkrete Situation der Zielgruppe, analysiert aber auch bereits bestehende Angebote und Aktivitäten.
Folgende Fragen stellen sich beispielsweise:
Was ist das Problem und warum ist es relevant für die Umwelt/Gesellschaft?
Was sollen die Teilnehmenden lernen?
Gibt es bereits ein ähnliches Angebot an einer anderen Bildungsinstitution?
Was wollen die Teilnehmenden? Was sind ihre Interessen? In welcher Situation können sie die Kursziele umsetzen? Was können sie bereits? Welche Handlungsmöglichkeiten haben die Teilnehmenden überhaupt?

Effektivität

Mit dem Kriterium der Effektivität wird beurteilt, wie gut die Wirkungsziele eines Projektes (die «Effekte») erreicht worden sind oder voraussichtlich erreicht werden. Effektivität beschreibt somit den Grad der (Outcome-)Zielerreichung, das heisst, des Ausmasses, in dem ein Projekt seine direkten Wirkungsziele erreichen kann.

Impact

Der Impact bezeichnet die indirekten oder langfristigen Wirkungen eines Projektes, die aus den direkten Wirkungen (den Outcomes) entstehen können. In der Regel handelt es sich dabei um Veränderungen auf der ökologischen, gesellschaftlichen oder ökonomischen Ebene, zu denen ein Projekt einen Beitrag leistet, die aber über den Einflussbereich des Projekts hinaus gehen. Zwischen einem Projekt und seinem Impact besteht somit kein direkter kausaler Bezug.

Input

Der Input beschreibt die Ressourcen (Arbeitsstunden der Mitarbeitenden, benötigtes Material, Geld), die ein Projekt benötigt, um die Outputs zu realisieren. Die monetären Inputs sind in der Regel im Projektbudget abgebildet.
Zum Input gehören auch die Ressourcen, die insgesamt die Qualität der eigenen Organisation festigen, zum Beispiel die Kompetenzen der Umweltbildnerinnen und Umweltbildner. Als Fachkonferenz unterstützt die FUB-FEE mit ihrer Strategie, ihren Aufgaben und Zielen die Umweltbildungsanbietenden in diesem Prozess und gibt mit dem Grundlagenpapier Orientierung, die als Input-Ressource genutzt werden kann.

Leistungen

Unter Leistungen versteht man im IOOI-Modell den Output eines Projekts, der dank dem Input realisiert wird.

Output

Outputs sind (greifbare) Leistungen, Angebote, Massnahmen oder Produkte, die im Verlaufe des Projektes mit Hilfe der Inputs realisiert werden. Zum Beispiel Lernmaterialien, Filme, Websites, Veranstaltungen, Kurse. Die Outputs sind nötig, um die die definierten Outcomes erreichen zu können.
Die Outputs orientieren sich somit an den jeweiligen Outcomes. Wenn diese geklärt sind, lässt sich der Themenbereich eingrenzen, den das Projekt aufgreift. Das Grundlagenpapier hat hierfür eine Auflistung gemacht und sie in den Kontext der SDG wie auch der strategischen Schwerpunktthemen des Bundes gestellt. Diese Auflistung gibt einen sinnvollen Orientierungsrahmen für die prioritären Themenfelder. Das selbe gilt für den Entscheid für die passende Methode. Auch dazu finden sich im Grundlagenpapier Empfehlungen.

Ressourcen

Die Ressourcen sind das, was in ein Projekt investiert wird. Also die Inputs.

Wirkung

Wirkungen sind direkte und indirekte Veränderungen, die durch eine bestimmte Intervention verursacht worden sind. Aus wirkungslogischer Perspektive setzen sich die Wirkungen eines Projekts aus den Outcome- und Impact-Zielen zusammen.

Wirkungslogik

Wirkungslogik wird in der Regel synonym mit Wirkungsmodell verwendet.

Wirkungsorientierung

Ein wirkungsorientiertes Projekt ist darauf ausgelegt, Wirkung zu erzielen und wird entsprechend geplant und umgesetzt. Erwünschte Wirkungen werden als konkrete Ziele formuliert, an denen sich die Projektplanung ausrichtet. Dennoch: Das Erfassen von Wirkungen im Bildungskontext ist anspruchsvoll und unterliegt einigen methodischen Herausforderungen. Nicht immer ist es so leicht, die Wirkung eindeutig und kausal einer Leistung zuzuschreiben. Deshalb können in der Regel nur Aussagen zu plausibel erwartbaren Wirkungen, also angelegten Wirkungspotenzialen, gemacht werden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Wirkungsmodelle eine geringe Bedeutung haben, denn sie können zu einem reflexiven Projektmanagement und einem besseren Lernprozess innerhalb des Teams beitragen. Die Wirkungsorientierung wird so zur formativen Selbstevaluation, die vorrangig dazu beiträgt, Lernprozesse und Verbesserungen im Projekt zu befördern.

Bildungsziel

Bildungsziele sind Ziele auf Ebene der Zielgruppe. Sie formulieren die Erwartungen an die Entwicklung der Teilnehmenden einer Bildungsveranstaltung. Im IOOI-Modell entsprechen sie den Outcomes, den direkten Veränderungen bei den Zielgruppen.

Effizienz

Effizienz ist ein Mass dafür, auf welche Art ein vorgegebenes Ziel erreicht wird. In der Regel bezieht es sich auf die Wirtschaftlichkeit eines Projekts, das heisst, auf das Verhältnis von Input zu Output: Wie viel Aufwand wird betrieben, um ein bestimmtes Resultat zu erzielen?

Indikatoren

Indikatoren sind quantitative oder qualitative Hinweisgrössen für die Messung und Beurteilung eines Phänomens, das nicht direkt beobachtet bzw. gemessen werden kann. Im Kontext der Wirkungsevaluation sind Indikatoren Anhaltspunkte dafür, ob und inwiefern eine bestimmte Wirkung eingetreten ist: Woran erkenne ich, was zeigt mir an, ob ich meine Outcome-Ziele erreiche?

IOOI-Modell

Die Abkürzung IOOI steht für Input – Output – Outcome – Impact. Das IOOI-Modell beschreibt den Zusammenhang der vier Dimensionen und somit zwischen Leistungen (Outputs) und Wirkungen (Outcomes und Impact).

Outcome

Outcomes beschreiben die direkten Wirkungen eines Projektes, also die Veränderungen, die direkt bei der Zielgruppe erreicht werden (sollen). Es kann sich dabei um Veränderungen von Wissen, Einstellungen, Fähigkeiten oder auch Handlungsweisen handeln.
Die Kompetenzen sind in Abhängigkeit zum Impact eines Projekts formuliert. Ergänzend werden in den verschiedenen Konzepten der Umweltbildung auch Schlüsselkompetenzen aufgelistet, die für die Erreichung der SDG zentral notwendig sind. Diese Kompetenzen sind im Grundlagenpapier erläutert. Sie müssen jeweils auf das spezifische Projekt heruntergebrochen werden.

Qualität

Qualität in der Bildung ist ein vielschichtiges Gefüge. Gute Umweltbildung hat etwas zu tun hat mit Ansprüchen und Erwartungen, die in der Beziehung zwischen Anbietenden und Nutzenden eines Projekts bestehen. Qualität stellt die Effektivität eines Projekts sicher, indem sorgfältig auf die Rahmenbedingungen (Personal, Infrastruktur), die Durchführung des Angebots und die Erreichung der Ziele geachtet wird.

Wirkungsmodell

Ein Wirkungsmodell veranschaulicht den logischen Zusammenhang zwischen Leistungen und Wirkungen und zeigt somit auf, mit welchen Leistungen (Outputs) die erwünschten Wirkungen (Outcomes) erreicht werden sollen.
Entscheidend ist also die innere Kohärenz des Projekts. Wenn diese gegeben ist, dann tragen die gewählten Methoden und der thematische Schwerpunkt entscheidend dazu bei, dass die gewünschten Kompetenzen gestärkt werden, die ihrerseits einen Beitrag dazu leisten, den Impact zu erreichen. Passende didaktische Zugänge, die dafür einen geeigneten Rahmen bilden, finden sich ebenfalls im Grundlagenpapier.

Wirkungsmessung, Wirkungsanalyse

Mit der Wirkungsmessung soll aufgezeigt werden, ob und in welchem Masse die erwünschten Veränderungen eintreten/eingetreten sind. Dabei wird in der Regel auf die Erreichung der Outcome-Ziele fokussiert, da Impact-Ziele über den Einflussbereich des Projekts hinausgehen. Mit der Wirkungsanalyse wird beurteilt, ob die Wirkungsannahmen, auf denen ein Projekt aufbaut, stimmig sind.

Wirkungsziel

 Wirkungsziele bilden das Fundament für wirkungsorientierte (Projekt-)Arbeit. Sie umfassen die Zielformulierungen auf Outcome- und Impact-Ebene. Je konkreter und differenzierter die Wirkungsziele benannt sind, desto effektiver lassen sich die nötigen Leistungen (Outputs) bestimmen.
Im Bildungskontext wird der Begriff «Wirkungsziel» häufig gebraucht, um den Impact eines Angebots zu beschreiben.

Ziele

Ziele umfassen die spezifisch definierten und operationalisierbaren Erwartungen sowohl in Bezug auf die Leistungen (Output-Ziele) wie auch auf die Wirkungen (Outcome- und Impact-Ziele). Ziele sollten SMART formuliert sein, also spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch und terminiert.

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